„Wir knipsen das Rotlicht wieder an“: Red Light Lab – das Konzept der Quartierplaner am Rampenloch

von | Mrz 8, 2020

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„Für mich ist das Rampenloch wie ein Blick durch die Lupe auf unsere ganze Stadt. Auf ihr gesamtes Denken, Handeln und Wirtschaften.“

„Wir knipsen das Rotlicht wieder an“: das Konzept der Quartierplaner, Architektin Astrid Engel, für die künftige Nutzung des Rampenloch-Areals in Mindens Oberer Altstadt – hier zum Download (PDF-Datei, 3,1 MB).

Vorgestern, am Freitag, den 6. März 2020, ging die erste Phase des Interessenbekundungsverfahrens für das Rampenloch-Areal zu Ende. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, mein Konzept höchstpersönlich im Mindener Rathaus abzugeben.

Es wurde viel über dieses Thema geredet auf dieser Webseite. Jetzt ist es an der Zeit nach vorne zu blicken. Das Potenzial des Rampenlochs zu heben – für die ganze Stadt Minden, nicht nur für ein paar wenige Leutchen, die sich dort teures Luxus-Wohnen leisten.

Das Areal gehört zu den exponiertesten Projekten, die sich in Minden aktuell in der Planungsphase befinden.

Exponierte Lage

Im Herzen der Oberen Altstadt gelegen und fußläufig zur Mindener Innenstadt – eine so herausragend zentrale Lage nennt man im Immobilien-Sprech „Filetstück“.

Exponierte Historie

Ein historisch bedeutsamer Ort: Hier lehnte sich der Staat Preußen Anfang des 19. Jahrhunderts  weit aus dem Fenster – und Minden schrieb Geschichte als gesellschaftlicher Vorreiter.

Exponierte Vornutzung

Auch die frühere Nutzung des Areals exponiert diesen Ort und gibt ihm eine pikante Note: über Jahrhunderte war das Rampenloch Rotlichtquartier.

Exponierte Kosten

642.500 Euro für 1.302 qm hat die Stadt Minden für den Zwischenerwerb bezahlt – knapp 500 Euro/qm. Eines der teuersten Grundstücke der Stadt. Das muss erst mal wieder reinkommen – falls nicht der Steuerzahler auf der Differenz sitzen bleiben soll.

Exponierte Erwartungen

Exponiert auch die Wünsche und Erwartungen, die viele Mindener mit der Straße verbinden: Cafés, Kneipen, Bars … Ein Szene-Hotspot – und auf jeden Fall mit Leben in der Straße.

Es gibt also viel zu beachten, um die beste Lösung fürs Rampenloch zu finden. Und mit nichts weniger als der besten Lösung sollte sich unsere schöne Stadt zufriedengeben.

Ich habe mich hingesetzt und gemeinsam mit einem Team von Experten unterschiedlichster Gewerke ein Konzept entwickelt. Titel: „Wir knipsen das Rotlicht wieder an“.

Und weil es ein Konzept ist, das für die ganze Stadt Minden Nutzen schafft, weil das Rampenloch nach meiner Meinung ein Ort für alle Mindener werden muss – deshalb stelle ich mein Konzept hier gerne ganz transparent allen Mindener Bürgern vor.

Sie finden es hier zum Download (PDF-Datei, 3,1 MB). Schauen Sie es sich an. Nehmen Sie es unter die Lupe. Machen Sie sich ein Bild, wie das Rampenloch Sinn stiften kann für die ganze Stadt und wirtschaftlichen Nutzen schaffen kann für alle Mindener.

Für mich ist das Rampenloch wie ein Blick durch die Lupe auf unsere ganze Stadt. Auf ihr gesamtes Denken, Handeln und Wirtschaften.

Hier entscheidet sich im Kleinen die große Zukunft unserer Stadt: Wie besonders, wie bemerkenswert, wie herausragend will unser Minden künftig sein?

Wenn Sie mögen: Lassen Sie mich gerne wissen, was Sie von meinem Konzept halten. Entweder gleich hier unten in der Kommentarfunktion – oder gerne auch per E-Mail an mich direkt: ae@quartierplaner.de.

Aber vorher erstmal: viel Vergnügen mit „Wir knipsen das Rotlicht wieder an“.

„Wir knipsen das Rotlicht wieder an“: das Konzept der Quartierplaner, Architektin Astrid Engel, für die künftige Nutzung des Rampenloch-Areals in Mindens Oberer Altstadt – hier zum Download (PDF-Datei, 3,1 MB).

Eine persönliche Einschätzung des Konzepts von Strategie- & Kreationsberater Edgar Wilkening sowie eine Serie sehenswerter Bildmotive zum Projekt finden Sie hier.

Edgar Wilkening, Leiter des Institut für Strategie & Planung

Architektin Astrid Engel. Geboren in Minden, aufgewachsen in Minden, lebt in Minden. „Ich will Minden mehr Profil geben.“

Schreiben Sie Astrid Engel eine E-Mail: ae@quartierplaner.de

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Astrid Engel